Ob der kurze Weg zum Tierarzt oder die lange Fahrt in den Urlaub: Für viele kleine Hunde ist das Auto kein selbstverständlicher Ort. Manche hecheln schon nach fünf Minuten, andere jammern die ganze Fahrt über. Mit ein paar Vorbereitungen und dem passenden Platz im Fahrzeug wird die Autofahrt für Ihren Hund deutlich angenehmer. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Transport ankommt und wann ein Autositz für Hunde die richtige Lösung ist.
Warum kleine Hunde im Auto oft unruhig werden
Ein Auto ist für einen Hund eine ungewöhnliche Umgebung: Es vibriert, es ist laut, und er kann die Bewegung nicht selbst beeinflussen. Gerade kleine Hunde haben dabei ein zusätzliches Problem: Auf der Rückbank oder im Fußraum sehen sie nichts außer Polstern. Sie werden bei jeder Kurve zur Seite gedrückt, ohne zu sehen, was um sie herum passiert.
Genau das führt zu Unruhe und oft auch zu Übelkeit. Am meisten hilft ein fester, begrenzter Platz. Wer bei jeder Bremsung verrutscht, kommt nie zur Ruhe. Ein Autositz gibt Ihrem Hund eine stabile Liegefläche mit Rand: Er hat Kontakt zu den Seiten und bleibt auch in Kurven liegen. Viele Hunde schlafen dadurch ein, statt die ganze Fahrt zu hecheln
Hund im Auto sichern: Autosicherung für Hunde im Überblick
Ein Hund, der frei auf der Rückbank liegt, rutscht bei jeder stärkeren Bremsung nach vorne. Manche landen zwischen den Sitzen, andere stehen dann unruhig auf, laufen hin und her oder versuchen, nach vorne zu Ihnen zu kommen – und schon schauen Sie zu ihm statt auf die Straße.
Dazu kommt etwas, das man leicht unterschätzt: Bei einem Aufprall wirkt auf jeden Körper im Auto ein Vielfaches seines Gewichts. Ein Dackel mit acht Kilo wiegt in diesem Moment so viel, dass ihn niemand mehr festhalten könnte. Gefährlich wird das für ihn selbst und für alle anderen im Auto.
Für die Hundesicherung im Auto haben sich vier Varianten etabliert:
- Transportbox: im Kofferraum befestigt oder quer im Fußraum hinter den Vordersitzen.
- Sicherheitsgeschirr mit Gurtadapter: Der Hund wird über den vorhandenen Dreipunktgurt angeschnallt.
- Trenngitter: trennt den Kofferraum vom Innenraum ab, verhindert aber kein Verrutschen des Hundes.
- Autositz für Hunde mit Gurtführung: begrenzt den Bewegungsradius und hält den Hund an seinem Platz.
Welche Lösung passt, hängt von zwei Dingen ab: von der Größe Ihres Hundes und davon, wo er im Auto mitfährt. Große Hunde fahren meist im Kofferraum, und dort brauchen Sie eine befestigte Box. Ein Geschirr allein reicht nicht, weil es dort nichts zum Anschnallen gibt. Für kleine Hunde auf der Rückbank kommen dagegen eine Box, ein Sicherheitsgeschirr oder ein Autositz infrage.
Wo sitzt der Hund im Auto am besten?
Diese Frage stellen sich die meisten Hundehalter irgendwann. Ein Überblick über die gängigen Plätze:
Rückbank: Für kleine Hunde in den meisten Fällen die beste Wahl. Der Bereich ist überschaubar, der Hund ist von Airbags nicht betroffen und lässt sich auf einer Sitzfläche gut positionieren. Wichtig ist, dass er nicht frei auf dem Polster liegt, sondern in einer Box, einem Autositz oder mit einem Sicherheitsgeschirr fixiert ist.
Fußraum: Eng, dunkel und ohne Sicht nach draußen. Für kurze Strecken machbar, für lange Fahrten unattraktiv.
Kofferraum: Die klassische Lösung für große Hunde, meist in Kombination mit einer befestigten Transportbox und einem Trenngitter. Für kleine Hunde funktioniert das ebenfalls, ist aber selten die erste Wahl: Die Box nimmt den kompletten Kofferraum ein, und der Hund fährt weit entfernt von Ihnen mit. Ohne Box ist der Kofferraum keine Lösung, weil Ihr Hund auf der glatten Fläche keinen Halt findet.
Beifahrersitz: Beliebt, weil der Hund nah bei Ihnen ist, aber mit einem Risiko verbunden, das viele unterschätzen. Löst der Beifahrerairbag aus, entfaltet er sich innerhalb von Millisekunden mit erheblicher Wucht, genau dort, wo ein kleiner Hund sitzt. Wer den Platz trotzdem nutzen möchte, sollte den Airbag deaktivieren und den Sitz so weit wie möglich nach hinten schieben. Ob sich der Airbag abschalten lässt, steht in der Betriebsanleitung. Wenn nicht, bleibt die Rückbank die bessere Wahl. Dort ist Ihr Hund nah genug, um Sie zu hören und zu riechen.
Hundetransport im Auto: Transportbox, Sicherheitsgeschirr oder Hunde-Autositz?
Für den Hundetransport im Auto gibt es drei gängige Lösungen. Ein Vergleich lohnt sich, denn sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Die Transportbox bietet das höchste Schutzniveau, sofern sie crashgetestet und korrekt befestigt ist. Sie nimmt allerdings viel Platz ein und lässt sich schlecht mitnehmen, wenn Sie am Ziel angekommen sind.
Ein Sicherheitsgeschirr mit Gurtadapter ist platzsparend und schnell angelegt. Für sehr kleine Hunde ist die Auswahl an passenden Modellen jedoch begrenzt, und der Hund liegt dabei direkt auf der Sitzfläche.
Ein Hunde-Autositz ist in erster Linie eine Komfortlösung. Er schafft einen begrenzten, gepolsterten Platz, in dem Ihr Hund nicht herumrutscht. Er verhindert außerdem, dass Ihr Hund während der Fahrt umherläuft und Sie ablenkt. Mit einem Schultergurt (passend in Braun, Grau und Schwarz erhältlich) wird aus dem Autositz zusätzlich eine Tragetasche. So können Sie Ihren Hund am Ziel einfach weitertragen.
Was ein weicher Autositz nicht leistet, ist der Schutz eines geprüften Rückhaltesystems bei einem schweren Unfall. Hier sind crashgetestete Boxen und Geschirre klar im Vorteil. Wenn Ihnen maximaler Unfallschutz am wichtigsten ist, ist die Box die richtige Wahl. Geht es Ihnen um einen ruhigen, bequemen Platz für den Alltag und um einen Hund, der die Fahrt entspannt übersteht, ist der Autositz die passendere Lösung.
Den Hund an den Autositz gewöhnen: in fünf Schritten
Nehmen Sie sich für die Eingewöhnung ein paar Tage Zeit, statt Ihren Hund beim ersten Mal direkt auf eine lange Fahrt mitzunehmen.
- Zu Hause kennenlernen: Stellen Sie den Autositz ins Wohnzimmer und legen Sie eine vertraute Decke oder ein Spielzeug hinein. Ihr Hund darf ihn in Ruhe erkunden.
- Positiv verknüpfen: Belohnen Sie jeden freiwilligen Aufenthalt im Sitz mit einem Leckerli. Zwingen Sie Ihren Hund nicht hinein.
- Im stehenden Auto üben: Befestigen Sie den Sitz im Fahrzeug und setzen Sie sich mit Ihrem Hund für einige Minuten dazu, ohne loszufahren.
- Kurze Strecken fahren: Beginnen Sie mit fünf bis zehn Minuten und einem schönen Ziel – zum Beispiel dem Lieblingsspazierweg.
- Langsam steigern: Verlängern Sie die Fahrten schrittweise, sobald Ihr Hund entspannt bleibt.
Den Hunde-Autositz in der richtigen Größe finden
Ein Autositz für Hunde sollte groß genug sein, dass Ihr Hund bequem liegen kann, aber nicht so groß, dass er bei Kurven hin und her rutscht. Unsere Autositze gibt es in zwei Größen:
| Größe | Maße | Gewicht | Für Hunde bis | Geeignet z.B. für |
| S | 40 x 50 cm | 1.500 g | 12 kg | Dackel, Havaneser, Zwergpudel, Malteser, Chihuahua ... |
| M | 50 x 60 cm | 1.900 g | 18 kg | Beagle, Shiba Inu, Pudel, English und American Cocker Spaniel ... |

Messen Sie Ihren Hund im Zweifel im Liegen von der Nasenspitze bis zum Rutenansatz. Entscheidend ist neben der Länge auch das Gewicht Ihres Hundes. Bei Fragen zur Größe helfen wir Ihnen gern unter kontakt@leopolds-finest.de weiter.
Hunde-Autositz im Auto befestigen
Die Befestigung erfolgt in zwei Schritten. Zuerst wird der Gurt an der Tasche um den Autositz gelegt. Anschließend klappen Sie die Vorderseite herunter und ziehen den Autogurt durch. Diese Kombination fixiert die Tasche auf der Sitzfläche.
Im Inneren befindet sich eine integrierte Sicherungsleine. Befestigen Sie die Sicherungsleine am Geschirr Ihres Hundes, diese verhindert, dass Ihr Hund während der Fahrt aus dem Sitz springt. Passende Hundegeschirre für Dackel und kleine Hunde finden Sie in unserem Shop.
Unsere Autositze für Hunde im Überblick
Wir bieten den Hunde-Autositz in zwei Ausführungen an: das Grundmodell und den Hunde-Autositz Cosy. Beide sind aus robustem, pflegeleichtem veganem Leder gefertigt, haben klappbare Seitenwände und ein herausnehmbares Kissen mit antiallergischer Füllung. Hochgeklappt entsteht ein geschützter Bereich, heruntergeklappt kann Ihr Hund alles beobachten und den Kopf ablegen. Seitliche Vertiefungen erleichtern kurzbeinigen Hunden das Ein- und Aussteigen. Autositz und Kissen sind bei 30 °C waschbar, und jede Tasche wird zu 100 % in Deutschland in Handarbeit gefertigt. Separat erhältlich ist ein passender Schultergurt (Braun, Grau, Schwarz), mit dem Sie die Tasche außerhalb des Autos bequem tragen können.
Die beiden Modelle:
Checkliste für die Autofahrt mit Hund
- Transportmittel passend zur Hundegröße
- Hundegeschirr für die Sicherungsleine
- Wasser und faltbarer Reisenapf
- Vertraute Decke oder Kuscheltier
- Passender Schultergurt zum Tragen der Tasche: in Braun, Grau und Schwarz
- Kotbeutel und Handtuch
- Leckerlis für die Pausen
- Sonnenschutz für die Scheiben im Sommer
- Impfpass bei längeren Reisen

