Kleine Hunderassen im Vergleich: Welche passt am besten zu Ihnen?
Sie spielen mit dem Gedanken, einen kleinen Hund zu adoptieren, wissen aber nicht genau, welche Rasse zu Ihrem Alltag passt? Kleine Hunderassen sind besonders beliebt, weil sie oft anpassungsfähig und ideal für Wohnungen oder das Stadtleben geeignet sind. Zwischen einem 2 kg leichten Chihuahua und einem 14 kg schweren Beagle liegen allerdings Welten – beim Bewegungsbedarf, bei der Fellpflege und beim Charakter.
In diesem Artikel vergleichen wir 16 kleine Hunderassen nach Gewicht, Charakter, Pflegebedarf, Aktivitätsniveau und Familienfreundlichkeit. Dazu finden Sie eigene Kapitel zu Rassen, die kaum haaren, zu ruhigen Begleitern und zu kleinen Hunden für Anfänger.
Kleine Hunderassen im Überblick: die Vergleichstabelle
| Rasse | Gewicht | Aktivität | Fellpflege | Haart? | Für Anfänger? |
| Chihuahua | 1,5–3 kg | gering | gering | ja | bedingt |
| Yorkshire Terrier | 2–3,2 kg | mittel | hoch | kaum | bedingt |
| Zwergspitz (Pomeranian) | 1,8–3,5 kg | mittel | hoch | ja | ja |
| Malteser | 3–4 kg | gering–mittel | hoch | kaum | ja |
| Papillon | 2–5 kg | mittel–hoch | mittel | mäßig | ja |
| Bolonka Zwetna | 3–5 kg | mittel | mittel–hoch | kaum | ja |
| Zwergpudel | 4–6 kg | hoch | hoch (Schur) | kaum | ja |
| Havaneser | 4,5–7,5 kg | mittel | hoch | kaum | ja |
| Shih Tzu | 4,5–8 kg | gering | sehr hoch | kaum | ja |
| Zwergschnauzer | 4–8 kg | hoch | mittel (Trimmen) | kaum | ja |
| Mops | 6,3–8,1 kg | gering | gering | stark | ja |
| Cavalier King Charles Spaniel | 5,4–8 kg | mittel | mittel | ja | ja |
| Jack Russell Terrier | 5–8 kg | sehr hoch | gering | ja | nein |
| Dackel | 7–9 kg | mittel–hoch | gering–mittel | ja | bedingt |
| Französische Bulldogge | 8–14 kg | gering | gering | ja | ja |
| Beagle | 10–15 kg | hoch | gering | stark | bedingt |
Sehr kleine Hunderassen bis 5 kg
Diese sechs Rassen wiegen ausgewachsen weniger als fünf Kilo und gehören damit zu den kleinsten Hunden überhaupt. Sie brauchen wenig Platz und wenig Futter, frieren dafür aber schnell. Leben kleine Kinder im Haushalt, sollten diese früh lernen, den Hund nicht hochzuheben und ihn beim Fressen und Schlafen in Ruhe zu lassen.
Chihuahua
Der Chihuahua ist der kleinste Hund der Welt, hat aber eine große Persönlichkeit. Er ist mutig, wachsam und braucht viel Zuneigung. Damit passt er zu Menschen, die einen lebhaften und treuen Begleiter suchen. Weil er wenig Körpermasse hat, friert er schnell – ein Hundemantel ist im Winter kein Accessoire, sondern sinnvoll.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 1,5–3 kg
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Familienfreundlich: eingeschränkt, vorsichtig bei kleinen Kindern
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Aktiv: ja, aber mit kurzen Einheiten
- Weitere Merkmale: stark auf eine Bezugsperson fixiert, wachsam, kälteempfindlich

Zwergspitz (Pomeranian)
Der Zwergspitz fällt durch sein dichtes, abstehendes Fell auf. Er ist aufmerksam, lernfreudig und meldet zuverlässig, was vor der Tür passiert – bringen Sie ihm deshalb früh bei, auf ein Signal hin wieder ruhig zu werden. Sein Unterfell muss regelmäßig gebürstet werden, geschoren wird der Spitz nicht.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 1,8–3,5 kg
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Familienfreundlich: ja, mit Rücksicht auf die geringe Größe
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Aktiv: mittel, gut über Kopfarbeit auszulasten
- Weitere Merkmale: haart saisonal stark, bellt viel, robuster als er aussieht

Yorkshire Terrier
Der Yorkshire Terrier ist ein kleiner Hund mit großem Charakter. Er ist mutig, lebhaft und anhänglich. Regelmäßige Fellpflege ist wichtig. Perfekt für Menschen, die einen temperamentvollen Begleiter möchten. Sein Haar wächst wie Menschenhaar und haart kaum – dafür braucht es tägliche Pflege oder einen regelmäßigen Kurzhaarschnitt.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 2–3,2 kg
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Familienfreundlich: ja, aber eher für ältere Kinder
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Aktiv: ja, verspielt und wachsam
- Weitere Merkmale: hoher Pflegebedarf, haart kaum, intelligent, gut für kleine Wohnungen

Papillon
Der Papillon – benannt nach seinen schmetterlingsförmigen Ohren – gilt als einer der intelligentesten kleinen Hunde. Er lernt schnell, hat Freude an Hundesport und ist trotz seiner Größe erstaunlich ausdauernd. Sein Haar ist lang, aber ohne Unterwolle und dadurch pflegeleichter, als es aussieht.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 2–5 kg
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: mittel bis hoch, braucht Kopfarbeit
- Weitere Merkmale: sehr lernfreudig, ideal für Tricktraining und Agility

Malteser
Der Malteser ist ein kleiner Hund mit seidigem, weißem Fell. Er ist besonders freundlich und anhänglich, liebt es zu kuscheln und ist eher ruhig. Perfekt für Menschen, die einen sanften Familienhund suchen. Allein bleibt er ungern – das Alleinbleiben sollten Sie von Anfang an geduldig aufbauen.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 3–4 kg
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Familienfreundlich: ja, gut für Familien mit älteren Kindern
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Aktiv: mäßig aktiv, liebt Spaziergänge
- Weitere Merkmale: haart kaum (für Allergiker geeignet), hoher Pflegeaufwand, neigt zu Trennungsangst

Bolonka
Die Bolonka ist eine kleine russische Hunderasse mit charmantem Aussehen. Sie ist sehr sozial, freundlich und passt sich gut an verschiedene Lebenssituationen an. Sie eignet sich hervorragend für Familien und Senioren. Ihr fehlender Jagdtrieb macht Spaziergänge besonders entspannt.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 3–5 kg
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: moderat
- Weitere Merkmale: sehr menschenbezogen, kaum Jagdtrieb, haart kaum, gut anpassbar

Kleine Hunderassen bis 10 kg
In dieser Gewichtsklasse finden Sie die größte Auswahl – vom ruhigen Begleithund bis zum sportlichen Terrier. Die Hunde sind robuster als die Zwergrassen und trotzdem problemlos in einer Wohnung zu halten.
Zwergpudel
Der Zwergpudel zählt zu den intelligentesten Hunderassen. Er ist sehr lernfreudig, verspielt und eignet sich gut für Allergiker, da er kaum haart. Wer einen aktiven und schlauen Hund möchte, ist hier richtig. Beachten Sie: Er haart zwar nicht, muss dafür aber alle sechs bis acht Wochen geschoren werden.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 4–6 kg (Toypudel 2–3 kg)
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: ja, liebt Beschäftigung und Training
- Weitere Merkmale: allergikerfreundlich, sehr trainierbar, braucht mentale Auslastung

Zwergschnauzer
Der Zwergschnauzer ist ein selbstbewusster, wachsamer Hund mit viel Energie. Er ist leicht zu erziehen, wenn Sie ihm klare Regeln geben, und eignet sich gut für Hundesport. Sein drahtiges Fell haart kaum, muss aber zwei- bis dreimal jährlich getrimmt werden.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 4–8 kg
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: hoch
- Weitere Merkmale: haart kaum, wachsam und bellt viel, braucht Aufgaben

Havaneser
Der Havaneser ist der Nationalhund Kubas: fröhlich, kontaktfreudig und ausgeglichen. Er kommt mit Kindern, anderen Hunden und Trubel meist gut zurecht und zeigt wenig Aggression. Sein langes Fell haart kaum, verfilzt aber ohne regelmäßiges Bürsten schnell.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 4,5–7,5 kg
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Familienfreundlich: ja, sehr gut
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Aktiv: mittel
- Weitere Merkmale: haart kaum, sehr sozialverträglich, guter Anfängerhund

Shih Tzu
Der Shih Tzu ist ein kleiner Begleithund mit langem Fell. Er ist ruhig, freundlich und liebt es, verwöhnt zu werden. Eine ideale Wahl für Menschen, die viel Zeit für Fellpflege aufbringen können. Als kurznasige Rasse ist er hitzeempfindlich – im Hochsommer gehören Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 4,5–8 kg
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: wenig, liebt ruhige Spaziergänge
- Weitere Merkmale: hoher Pflegeaufwand, haart kaum, unkompliziertes Wesen

Jack Russell Terrier
Der Jack Russell Terrier ist klein, aber sehr lebhaft und intelligent. Er braucht viel Bewegung und Beschäftigung. Für aktive Hundebesitzer, die Spaß an Herausforderungen haben. Ohne konsequentes Training und tägliche Auslastung wird er schnell zum Problemhund – mit der richtigen Beschäftigung ist er ein großartiger Sportpartner.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 5–8 kg
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Familienfreundlich: ja, aber nicht für Kleinkinder geeignet
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Aktiv: sehr hoch
- Weitere Merkmale: jagdtriebig, benötigt Training, liebt Hundesport

Cavalier King Charles Spaniel
Dieser Hund fällt durch sein freundliches Wesen und sein seidiges Fell auf. Er ist anhänglich, kinderfreundlich und eignet sich gut für Familien. Die Rasse ist allerdings anfällig für Herz- und Bandscheibenerkrankungen – eine sorgfältige Züchterauswahl mit Gesundheitsnachweisen der Elterntiere ist hier besonders wichtig.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 5,4–8 kg
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Familienfreundlich: ja, sehr gut
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Aktiv: mäßig
- Weitere Merkmale: sehr verschmust, sensibel, braucht engen Familienkontakt

Mops
Der Mops ist gesellig, humorvoll und ausgesprochen menschenbezogen. Er braucht wenig Bewegung und passt damit gut in ruhige Haushalte. Wichtig: Achten Sie beim Kauf auf eine deutlich ausgeprägte Nase und freie Nasenlöcher – stark kurznasige Zuchten leiden häufig unter erheblichen Atemproblemen.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 6,3–8,1 kg
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Familienfreundlich: ja, sehr gut
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Aktiv: gering
- Weitere Merkmale: haart stark, hitzeempfindlich, neigt zu Übergewicht

Dackel
Der Dackel ist ein Klassiker unter den kleinen Hunderassen. Mit seinem langen Körper und den kurzen Beinen hat er einen unverwechselbaren Look. Er ist sehr lebhaft, intelligent und braucht regelmäßige Bewegung. Ideal für Menschen, die gerne aktiv sind und viel Zeit für ihren Hund haben. Dackel gelten zudem als stur und eigenwillig. Sie benötigen deshalb viel Training, Geduld und vor allem konsequente Besitzer, die ihnen klare Regeln geben.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 7–9 kg (Zwergdackel und Kaninchendackel deutlich leichter)
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Familienfreundlich: ja, für aktive Familien
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Aktiv: ja, braucht täglich mehrfach Bewegung
- Weitere Merkmale: wachsam, neigt zu Trennungsangst, intelligent aber eigenwillig, rückenempfindlich

Kleine Hunderassen bis 15 kg
Diese beiden Rassen liegen an der Grenze zwischen klein und mittelgroß. Sie sind robust genug für Familien mit jüngeren Kindern, brauchen aber im Auto und in der Wohnung etwas mehr Platz.
Französische Bulldogge
Die französische Bulldogge ist zwar klein, aber robust. Sie ist sehr freundlich und pflegeleicht, benötigt aber wegen ihrer kurzen Schnauze besondere Aufmerksamkeit bei Hitze. Ideal für Stadtbewohner. Achten Sie beim Kauf auf eine Zucht mit freien Atemwegen – kurznasige Hunde können ihre Körpertemperatur nur schlecht regulieren.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 8–14 kg
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Familienfreundlich: ja
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Aktiv: mäßig, kurze Spaziergänge reichen
- Weitere Merkmale: hitzeempfindlich, neigt zu Übergewicht, sehr anhänglich

Beagle
Der Beagle ist fröhlich, gesellig und praktisch nie nachtragend. Er wurde für die Jagd im Rudel gezüchtet und folgt seiner Nase mit großer Ausdauer – Rückruftraining ist bei dieser Rasse eine Daueraufgabe. Wer gern lange draußen unterwegs ist, bekommt einen unermüdlichen Begleiter.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
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Gewicht: 10–15 kg
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Familienfreundlich: ja, sehr gut
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Aktiv: hoch
- Weitere Merkmale: starker Nasentrieb, futterfixiert, haart stark

Kleine Hunderassen, die nicht haaren
Vorweg: Kein Hund ist komplett allergenfrei. Auslöser sind Eiweiße in Speichel, Hautschuppen und Urin – nicht das Haar selbst. Rassen, die kaum haaren, verteilen diese Allergene aber deutlich weniger in der Wohnung. Für Allergiker sind das die aussichtsreichsten kleinen Hunderassen:
- Zwergpudel – gilt als die allergikerfreundlichste Rasse, haart praktisch nicht
- Malteser – seidiges Haar ohne Unterwolle
- Bolonka – lockig, haart kaum, wenig Eigengeruch
- Havaneser – langes Haar, minimaler Haarverlust
- Yorkshire Terrier – haarähnliches Fell statt Unterwolle
- Zwergschnauzer – Drahthaar, wird getrimmt statt zu haaren
- Shih Tzu – haart kaum, dafür sehr pflegeintensiv
Wichtig für Allergiker: Testen Sie vor der Anschaffung Ihre Reaktion auf den konkreten Hund, nicht nur auf die Rasse – die Verträglichkeit ist individuell sehr unterschiedlich. Ein waschbares Hundebett und feste Rückzugszonen reduzieren die Allergenbelastung im Alltag zusätzlich.
Kleine Hunderassen für Anfänger
Ein guter Anfängerhund ist gutmütig, verzeiht Erziehungsfehler und hat keinen extremen Bewegungs- oder Jagdtrieb. Diese kleinen Rassen machen den Einstieg leicht:
- Havaneser – fröhlich, sozialverträglich, will gefallen
- Bolonka – wenig Jagdtrieb, sehr anpassungsfähig
- Cavalier King Charles Spaniel – sanft und leicht zu führen
- Malteser – ruhig und menschenbezogen
- Zwergpudel – lernt schnell und verzeiht Fehler, braucht aber Beschäftigung
- Mops – gelassen und geduldig, sofern gesundheitlich gut gezüchtet
Weniger geeignet für den Einstieg sind Jack Russell Terrier (sehr hoher Anspruch an Auslastung), Dackel (eigenwillig) und Chihuahua. Letzterer wird häufig unterschätzt und eher wie ein Kuscheltier als wie ein Hund behandelt – daraus entstehen viele der typischen Verhaltensprobleme dieser Rasse.
Ruhige kleine Hunderassen
Wenn Sie in einer Wohnung leben, viel Zeit im Homeoffice verbringen oder einen gelassenen Begleiter für ruhige Spaziergänge suchen, sind diese Rassen eine gute Wahl:
- Shih Tzu – niedriger Bewegungsdrang, ausgeglichenes Wesen
- Französische Bulldogge – kurze Runden genügen, bellt wenig
- Mops – gemütlich und wenig fordernd
- Cavalier King Charles Spaniel – passt sich dem Tempo seiner Menschen an
- Malteser – ruhig im Haus, sofern gut ausgelastet
Beachten Sie: Ruhig heißt nicht bewegungslos. Auch diese Hunde brauchen täglich mehrere Spaziergänge und geistige Beschäftigung – nur eben in kürzeren Einheiten.
Kleine Hunderassen mit Kurzhaar
Kurzes Fell bedeutet wenig Bürsten – aber nicht automatisch weniger Haare in der Wohnung. Viele Kurzhaarrassen haaren sogar besonders stark, weil sie eine dichte Unterwolle haben.
- Französische Bulldogge – pflegeleicht, haart mäßig
- Mops – minimale Pflege, haart aber stark
- Jack Russell Terrier (Glatthaar-Variante) – unkompliziert im Fell
- Chihuahua (Kurzhaar) – kaum Pflegeaufwand
- Beagle – robustes Kurzhaar, haart stark
- Dackel (Kurzhaar-Variante) – wöchentliches Bürsten genügt
Kurzhaarige kleine Hunde frieren im Winter deutlich schneller als langhaarige. Ein gut sitzender Hundepullover oder Mantel ist bei Temperaturen unter etwa 8 °C für die meisten dieser Rassen sinnvoll.
Vor der Anschaffung: Züchter, Tierschutz, Kosten
Kleine Hunderassen sind gefragt – und genau deshalb ein beliebtes Geschäftsfeld für unseriöse Vermehrer. Achten Sie auf diese Punkte:
- Beim Züchter: Sie sehen die Mutterhündin und die gesamte Umgebung, in der die Welpen aufwachsen. Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere werden unaufgefordert vorgelegt. Der Welpe zieht frühestens mit acht Wochen aus.
- Warnsignale: Übergabe auf einem Parkplatz, mehrere Rassen gleichzeitig im Angebot, auffällig günstiger Preis, Druck zum schnellen Abschluss.
- Aus dem Tierschutz: In Tierheimen warten viele kleine Hunde – oft bereits erwachsen, sodass Charakter und Endgröße feststehen. Das nimmt viel Unsicherheit aus der Entscheidung.
- Laufende Kosten: Kalkulieren Sie neben dem Futter auch Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Tierarzt und – bei langhaarigen Rassen – regelmäßige Termine beim Hundefriseur ein.















